
Wenn ausländische Unternehmen ohne Sitz oder Betriebsstätte im Inland an einen österreichischen Leistungsempfänger sonstige Leistungen (keine Warenlieferungen) fakturieren, die in österreich steuerpflichtig sind, so kommt in bestimmten Fällen die Methode des Reverse Charge zur Anwendung.
In dieser Konstellation muss der (ausländische) Lieferant seine Rechnung steuerfrei ausstellen; der (österreichische) Kunde schuldet dem Finanzamt selbst die Umsatzsteuer, die er jedoch gleich wieder als Vorsteuer abziehen kann (also eine vergleichbare Regelung wie beim innergemeinschaftlichen Erwerb mit Erwerbsteuer/Vorsteuer).
In der VCS FIBU sind für diesen Fall einige zusätzliche Konten notwendig:
| Bezeichnung | Kontoart | Steuerpfl. | EU-Land | Steuersatz % | fix/variabel | netto/brutto | UVA-Code |
| Aufwandskontobezeichnung R.C. | 3 | 3 | RC | 20.00 | 0 | 0 | 000 |
| Skontoertrag R.C. | 3 | 3 | RC | 20.00 | 0 | 0 | 000 |
| Umsatzsteuer R.C. | 2 | 0 | leer | 00.00 | 0 | 0 | 057 |
| Vorsteuer R.C. | 1 | 0 | leer | 00.00 | 0 | 0 | 066 |
In der Steuersatzdatei (Stammdaten - Steuersatzdatei verwalten) legen Sie dann noch folgenden Eintrag an:
| EU-Land | RC |
| Satz * 100 | 2000 |
| MWST-Konto | 000000 |
| Vorsteuerkonto | Vorsteuer R.C. |
| Erwerbsteuerkonto | Umsatzsteuer R.C. |
| Skontoaufwand | 000000 |
| Skontoertrag Klasse 0 | 000000 |
| Skontoertrag WES | 000000 |
| Skontoertrag sonstige | Skontoertrag R.C. |
Für den Fall, dass kein Skonto für diese Aufwände in Frage kommt, müssen Sie das Skontoertragskonto natürlich nicht anlegen.
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Letzte Änderung dieser Seite am 13. Dezember 2006 um 14:02